Musik

In Extremo in Schleswig beim Baltic Open Air

Ende August ging es wieder auf die Straße, vorbei an ehemaligen Kasernen, alten Flughäfen und dem Nord-Ostsee-Kanal, Richtung Norden. Das Ziel: Schleswig, eine der schönsten Städte in Schleswig-Holstein und vor Urzeiten eines der großen Handelszentren in der Welt der Wikinger. Quasi der perfekte Ort für ein Rockfestival mit angeschlossenem kleinen Wikingerdorf, oder?
Deshalb sind In Extremo diesmal auch zum zweiten Mal hier an der wunderschönen Schlei. Fand das Festival 2014 noch in direkter Wassernähe statt, so liegt es diesmal etwas weiter am Ortsrand. Schade für die Bands, aber gut für die Fans. Der Freude an diesem sonnigen Tag tut das keinen Abbruch. Pymonte bringt Freunde von der Insel mit, die Band ist frisch und erholt aus den Kojen gestiegen, und die Crew grinst den ganzen Tag.

Specki, Boris und meine Wenigkeit machen uns dann am Nachmittag, mit demselben Shuttlebus-Fahrer wie vor drei Jahren, auf in Richtung Zentrum von Schleswig. Boris genießt die Aussicht vom Dom und schlendert ein wenig am Hafen entlang, während Specki und ich die Altstadtkulisse für ein paar Fotos nutzen, die demnächst in diversen Printmagazinen erscheinen.
Ich mag das ja hier alles. Und auch Biber und Puck scheinen es hier zu mögen, ihrer guten Laune am Merch-Stand nach zu urteilen. Mit Puck mache ich noch einen kleinen Rundgang durch das Wikingerdorf. Dort treffen wir alte Freunde von Puck und der Band und werden mit Bier und Wein versorgt. Das mag ich ja an In Extremo: dass man die Freunde und Bekannten von „damals“ nicht vergessen hat. So darf ich bei Wein und Abendsonne Anekdoten von früher lauschen.

Apropos Abendsonne. Auch der Himmel scheint sich auf das In-Extremo-Konzert zu freuen. In solchen blau-lila Tönen wie heute Abend habe ich ihn lange nicht gesehen. Der Abend öffnet sich, über allem dieses Licht, das nicht dramatisch sein muss und es doch ist. Was für ein wahnsinnig schöner Anblick.
Und auch das Konzert vor 15.000 begeisterten Rockwikingern gerät so zu etwas besonders Schönem. Danke, Schleswig! Und da ein Konzertfotograf auch nur das festhalten kann, was andere Menschen so zaubern, gebührt auch Faren Matern für das Licht und Christoph Peiske für die Pyro ein großer Dank.

Keine Kommentare

    Hinterlasse einen Kommentar