Herbst. Auf einmal war er da. Der Sommer raste vorbei wie ein Schnellzug, und auch der September, der Oktober boten noch allerhand spannende Tage abseits der Landschaftsfotografie, Termine, Verpflichtungen, das ganze Gewicht des Alltags, das sich zwischen einen und das Licht schiebt, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann. Und so wollten die wenigen Tage, die zur Verfügung standen und an denen die Landschaft auch noch goldgelb leuchtete, gut genutzt werden, ehe der Wind sie abräumte, Blatt für Blatt, und aus dem Gold das gewohnte Novembergrau wurde. Man lernt mit den Jahren, dieses schmale Fenster zu erkennen, diese Tage, an denen die Insel noch einmal alles aufbietet, was sie hat, ehe sie sich zurückzieht in ihre kargere, verschlossenere Jahreszeit.
Hier also noch ein paar herbstliche Eindrücke von der Insel Rügen, zwischen Kreide und Bodden, zwischen Gutshäusern und Kirchen, zwischen tief hängenden Wolken und Buchen, die schon wussten, was ihnen bevorstand, und es trotzdem, ein letztes Mal, in Farbe kleideten.
































