Die Mitte einer Landschaft liegt selten dort, wo ihre Namen am größten geschrieben stehen.
Eine Auswahl aus Mecklenburg










































Christian ThieleFotograf & Reisender

Mecklenburg und Pommern stehen heute gemeinsam auf Landkarten und Ortsschildern. Für mich sind es trotzdem zwei verschiedene Landschaften.
Vielleicht fällt mir dieser Unterschied besonders auf, weil ich aus Pommern komme und Mecklenburg meist von Osten her betrete. Es fühlt sich anders an. Mein Blick führt dabei weniger zur Küste als ins Hinterland, über Landstraßen durch Dörfer und kleine Städte, vorbei an alten Gütern, Feldern und Seen. Vieles liegt abseits, manches scheint ein wenig aus der Zeit gefallen.
Mein Mecklenburg liegt deshalb nicht zuerst in Schwerin oder an der Ostsee. Sein Herz finde ich weiter im Landesinneren, in der Gegend um Goldberg. Von dort führen die Wege in alle Richtungen – nach Sternberg und Parchim, zur Seenplatte, hinauf zur Küste oder weit nach Westen bis zum Schaalsee. Es ist ein Mecklenburg abseits der großen Ziele. Vielleicht interessiert es mich gerade deshalb.