Am 17. Juni 2022 wurde der Proberaum der Larrikins für ein paar Stunden zum Drehort für „Kornblumenblau“. Er liegt im ehemaligen Amts- und späteren Amtsgerichtsgebäude auf dem Gelände der alten Burg – einem Haus, in dem über Jahrhunderte Amtmänner, Richter und später ganz andere Bewohner ein- und ausgingen. Nach 1945 wurde das Gebäude zunächst von der Roten Armee genutzt, später von der Stadt.
Und zu diesem Haus gehören die Spukgeschichten nicht bloß als hübsche Anekdote. Wer häufiger dort ist, hört früher oder später davon, und erstaunlich viele Besucher erzählen von eigenen Erlebnissen: Geräusche, Schritte, Bewegungen oder andere Dinge, für die sich im ersten Moment keine Erklärung findet. Auch aus dem Proberaum gibt es solche Geschichten. In Goldberg sagt man deshalb ziemlich selbstverständlich, dass es in der alten Burg spukt.
An diesem Abend bekam die alte Burg jedenfalls keine Gelegenheit, sich in ihren eigenen Gespenstern zu langweilen. Freunde und Bekannte füllten den Proberaum, Gläser stießen aneinander, Arme gingen hoch, Stimmen wurden lauter, und irgendwann hatte der Videodreh seine ordentlich gekämmte Frisur verloren. „Kornblumenblau“ lief, die Luft wurde warm und schwer, die jahrhundertealten Mauern mussten Punkrock, Gelächter und vermutlich einiges ertragen, was ihnen weder Amtmänner noch Richter zugemutet hatten.
Ich hielt fest, was von diesem Abend noch auf ein einzelnes Bild passte.











































































