Musik

COR im Hamburger Chameleon Studio

Hamburg. U-Bahn Station Alter Teichweg. Hier empfängt einen immer kalter Wind, der durch die Gänge pfeift, wie ein unruhiger Geist. Vorbei an alten Backsteinwohnungen und kleinen Versicherungsgeschäften führt der Weg auf einen Hinterhof. KFZ Werkstatt und Krankentransporter mit Dialyse Patienten teilen sich hier den Platz. Die Fahrer hier tragen Turban oder Schirmmütze. Ein kleine Treppe führt hinab zu einer Klingel und wenn man die schwere Eingangstür erstmal passiert hat, fühlt man sich zurückversetzt in die Zeit des kalten Krieges, als man sich einzig und allein vor Atombomben fürchtete. Ein wenig riecht es hier noch wie damals und auch sonst erinnert viel an die Zeit der 70iger und 80iger Jahre. Alte Technik, analoge Telefone, Bandmaschinen und eine Küche, wie einem bayrischen Wirtshaus auf dem Lande. In diesem Bunker haben schon Roy Black, Dieter Bohlen, Udo Lindenberg Platten produziert und aufgenommen. Deep Purple waren hier schon zu Besuch, ebenso Heaven Shall Burn oder Die Apokalyptischen Reiter und nun eben auch meine Freunde von COR. Eike Freese heißt der Mann hinter dem Mischpult, der hier sowohl die Rolle des Produzenten, des Antreibers und des Geschichtenerzählers einnimmt. Was er hier aus den Jungs rausholt erzeugt bei mir Gänsehaut. Während da draußen sich immer mehr Künstler glatt schleifen lassen von der Musikindustrie, Managern, Radiozwängen und anderen komischen Vorgaben gehen COR nach wie vor ihren ganz ureigenen Weg. Hier bedeutet musikalische Weiterentwicklung tatsächlich noch, dass alle Musiker über sich selbst hinauswachsen und nicht, dass man jetzt drei Minuten Songs für das Radio schreibt. Überzeugen könnt Ihr Euch dann davon im Herbst, wenn COR mit neuem Album im Gepäck auf Tour gehen.



„Spiel nicht mit dem Kopf, dass habe ich zu Pilse auch schon gesagt. Ich möchte, dass man Euch den Spaß anhört wenn Ihr spielt.Eike



Mein Gitarrenlehrer hat immer gesagt: links wie ein Ei und rechts immer gib ihm.Eike



Und wer hätte gedacht, dass Hanse als Trommler nochmal an die Iron Maiden Tür klopft.Eike



„Das war ein bißchen beamtenmäßig und das wollen wir hier gar nicht.Eike

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2 Comments

  • Reply Roman 27. Juni 2017 at 10:38

    Sehr schöner Beitrag!!! Danke!

    • Reply Christian 28. Juni 2017 at 15:03

      Danke Roman, hoffentlich bis bald! 🙂

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